Zum Inhalt springen
Zauberflow
Menü
Vergleich

Zapier vs. Make vs. Zauberflow: Entscheidungshilfe

Zapier vs. Make vs. Zauberflow im Vergleich: Preise, Abrechnungsmodelle, Hosting und Datenschutz — mit klarer Entscheidungshilfe für deutsche Teams.

Zauberflow Redaktion8 Min. Lesezeit

Zapier vs. Make ist die häufigste Vergleichsfrage der No-Code-Automatisierung — und die Kurzantwort lautet: Zapier bietet den größten Integrationskatalog und den schnellsten Einstieg, Make den mächtigeren visuellen Editor zum niedrigeren Einstiegspreis, und Zauberflow den Festpreis ohne Task-Limit mit Hosting in Deutschland. Welche Plattform zu Ihnen passt, entscheiden drei Fragen: Wie hoch ist Ihr Volumen, wie komplex sind Ihre Abläufe, und welche Rolle spielt der Datenschutz? Dieser Beitrag geht alle drei durch.

Die drei Plattformen in Kürze

Zapier

Der Pionier der Kategorie, ein US-Unternehmen. Die Stärke ist der Katalog: Kaum eine SaaS-Anwendung fehlt. Der Einstieg ist der einfachste der drei — ein Zap ist in Minuten gebaut. Abgerechnet wird pro Task, wobei jeder ausgeführte Schritt zählt; der Pro-Tarif kostet rund 29,99 $ pro Monat für 750 Tasks.

Make

Früher Integromat, heute Teil von Celonis. Die Stärke ist der visuelle Szenario-Editor mit Routern, Iteratoren und ausgereiften Datenwerkzeugen — das mächtigste Werkzeug der drei für komplexe Datenverarbeitung. Der Core-Tarif kostet rund 9 $ pro Monat für 10.000 Operations; gezählt wird jede Modul-Ausführung. Die Plattform läuft auf AWS.

Zauberflow

Die deutsche Alternative, betrieben von der SweetWater Holding UG in Hamburg, gehostet bei netcup in Nürnberg — nicht auf einer US-Cloud. Über 700 Integrationen auf Basis der quelloffenen Activepieces-Engine. Die Besonderheit ist das Preismodell: Festpreis ohne Task- oder Operations-Limit, Pro für 19 € pro Monat im Jahrestarif, netto zzgl. USt.

Was kosten Zapier, Make und Zauberflow?

Zapier Make Zauberflow
Einstieg (bezahlt) Pro, ca. 29,99 $/Monat Core, ca. 9 $/Monat Pro, 19 €/Monat (jährlich, netto zzgl. USt.)
Kontingent 750 Tasks/Monat 10.000 Operations/Monat keines — Festpreis mit Fair Use
Zähleinheit Task = ausgeführter Schritt Operation = ausgeführtes Modul keine
Bei Überschreitung Nachberechnung Nachberechnung entfällt
Währung US-Dollar US-Dollar Euro
Hosting US-Anbieter AWS (US-Hyperscaler) netcup, Nürnberg
KI-Schritte US-Modelle üblich US-Modelle üblich standardmäßig EU (Mistral)
SSO (Google/Microsoft) tarifabhängig tarifabhängig in allen Tarifen
Test ja ja 14 Tage, ohne Kreditkarte

Der Blick auf die Einstiegspreise allein führt in die Irre — entscheidend ist, wie weit das Kontingent bei Ihrem Volumen trägt. Deshalb: eine Beispielrechnung.

Beispielrechnung: derselbe Ablauf auf allen drei Plattformen

Eine Modellrechnung, keine Messung — setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein. Der Ablauf: Eine neue Bestellung löst aus, dann folgen fünf Schritte (Prüfung, CRM-Eintrag, Rechnung, Ablage, Benachrichtigung). Wir rechnen ihn bei drei Volumenstufen durch, denn genau dort trennen sich die Modelle.

Bestellungen/Monat Zapier (Tasks) Make (Operations) Zauberflow
150 750 — Pro-Kontingent exakt erreicht ca. 750–900 Festpreis
1.000 5.000 — deutlich über Pro ca. 5.000–6.000 Festpreis
5.000 25.000 ca. 25.000–30.000 — über Core Festpreis

Drei Beobachtungen:

  1. Bei kleinem Volumen ist Make am günstigsten. 1.000 Bestellungen im Monat passen bequem in die 10.000 Core-Operations für rund 9 $ — das schlägt in dieser Zeile jeden Festpreis. Das gehört zur Ehrlichkeit eines Vergleichs dazu.
  2. Zapiers Kontingent ist am schnellsten erschöpft. 750 Tasks entsprechen bei diesem Ablauf 150 Bestellungen — im Monat. Wie schnell das im Alltag erreicht ist, zeigt die Detailrechnung zu den Zapier-Kosten.
  3. Die Rechnung kippt mit dem Wachstum. Bei 5.000 Bestellungen sind beide Kontingente überschritten, und die Nachberechnung koppelt die Kosten an den Erfolg. Der Festpreis bleibt eine Konstante im Budget — warum nutzungsbasierte Modelle so gebaut sind, ist ein eigener Beitrag.

Wie unterscheiden sich Hosting und Datenschutz?

Für Teams, die personenbezogene Daten verarbeiten, ist die zweite Achse mindestens so wichtig wie der Preis. Zapier ist ein US-Anbieter; Make läuft auf AWS, einem US-Hyperscaler. In beiden Fällen gehört die Drittland-Bewertung der Plattform in Ihre DSGVO-Dokumentation — machbar, aber Aufwand, und er wiederholt sich bei jeder Prüfung.

Zauberflow wird in Deutschland gehostet und von einem EU-Unternehmen betrieben; ein AV-Vertrag ist verfügbar, und KI-Schritte laufen standardmäßig auf einem EU-Modell (Mistral) — US-Modelle nur optional und gekennzeichnet. Was der Standort löst und was er ausdrücklich nicht löst (Stichwort: Ihre eigenen Zielsysteme), haben wir im Beitrag zur Zapier Alternative aus Deutschland nüchtern aufgeschrieben.

Ein Praxisdetail dazu: Diese Bewertung ist keine einmalige Aufgabe. Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, Prüfungen, Auskunftsersuchen — der gewählte Anbieter taucht in jedem dieser Dokumente wieder auf. Ein Anbieter, dessen Verarbeitung in Deutschland stattfindet, macht jede dieser Stellen kürzer.

Worauf sollten Sie über Preis und Standort hinaus achten?

Drei weiche Faktoren entscheiden im Alltag häufiger über die Zufriedenheit als jede Preistabelle:

  • Die Verfügbarkeit Ihrer konkreten Integrationen. Kataloggrößen sind Marketing; entscheidend ist, ob Ihre fünf Kernsysteme mit genau den Auslösern und Aktionen vertreten sind, die Sie brauchen. Prüfen Sie das anhand Ihrer Systemliste, nicht anhand der Gesamtzahl.
  • Der Editor-Stil. Zapier führt linear durch den Zap, Make breitet das Szenario als Diagramm aus, Zauberflow arbeitet mit einem klaren Schritt-für-Schritt-Aufbau. Was besser ist, hängt davon ab, wer die Abläufe pflegen wird — lassen Sie diese Person entscheiden, nicht die, die den Vertrag unterschreibt.
  • Das Protokoll im Fehlerfall. Automatisierung läuft unbeaufsichtigt; entscheidend ist, wie schnell Sie nachvollziehen können, warum ein Lauf fehlgeschlagen ist. Sehen Sie sich in jeder Testphase gezielt die Ausführungshistorie an, nicht nur den Editor.
  • Die Anmeldung für das Team. Sobald mehrere Personen mit der Plattform arbeiten, wird SSO relevant — und ist bei vielen Anbietern höheren Tarifen vorbehalten. Bei Zauberflow ist die Anmeldung über Google und Microsoft in allen Tarifen enthalten.

Welche Plattform passt zu wem?

Die ehrliche Antwort auf „Zapier vs. Make" lautet oft: Es kommt darauf an, wer fragt. Dieselbe Plattform kann für das Marketing-Team richtig und für die Buchhaltung falsch sein — entscheiden Sie pro Einsatzgebiet, nicht pauschal.

Wählen Sie Zapier, wenn … Sie eine seltene Integration brauchen, die nur der größte Katalog bietet, Ihr Volumen klein ist und die US-Verarbeitung für Ihren Anwendungsfall dokumentiert vertretbar ist.

Wählen Sie Make, wenn … Sie komplexe Datenverarbeitung visuell bauen wollen, Ihr Volumen dauerhaft unter dem Kontingent bleibt und Sie mit der AWS-Bewertung leben können. Für diesen Fall lohnt auch der Blick auf unseren ausführlichen Make-Vergleich.

Wählen Sie Zauberflow, wenn … Ihre Automatisierung wachsen soll, ohne dass die Rechnung mitwächst, Sie den Hosting-Standort Deutschland und einen AV-Vertrag ohne Drittlandsprüfung der Plattform wollen — oder SSO für das ganze Team, ohne Enterprise-Tarif. Der schnellste Weg zur eigenen Einschätzung: einen bestehenden Ablauf unter app.zauberflow.com nachbauen, 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte. Die Tarife: /preise/.

Häufige Fragen

Was ist besser: Zapier oder Make?

Für den größten Integrationskatalog und den schnellsten Einstieg: Zapier. Für komplexe visuelle Szenarien zum niedrigeren Einstiegspreis: Make. Die Frage stellt sich allerdings selten isoliert — Volumen und Datenschutz-Anforderungen entscheiden häufiger als der Funktionsvergleich.

Was ist der Unterschied zwischen Task und Operation?

Ein Task (Zapier) ist ein ausgeführter Schritt eines Zaps, eine Operation (Make) eine Ausführung eines Moduls. Beide Modelle zählen also feingranular: Ein langer Ablauf verbraucht pro Durchlauf ein Vielfaches. n8n zählt dagegen komplette Durchläufe, Zauberflow gar nicht.

Gibt es eine Alternative ohne Task-Limit?

Ja — Zauberflow rechnet zum Festpreis ab: Pro für 19 €, Business für 79 € pro Monat im Jahrestarif, netto zzgl. USt., mit Fair-Use-Regelung statt Zähler. Details unter /preise/.

Kann ich später von Zapier oder Make wechseln?

Ja, aber ohne automatischen Import — Abläufe werden nachgebaut. Das ist bei typischen Abläufen überschaubar und eine gute Gelegenheit zum Aufräumen. Die bewährte Reihenfolge steht in der Migrationsanleitung.

  • Zapier
  • Make
  • Vergleich

Selbst ausprobieren

Vierzehn Tage testen, ohne Kreditkarte

Richten Sie Ihren ersten Ablauf ein und sehen Sie, was er Ihnen abnimmt. Die Testphase endet von selbst — sie muss nicht gekündigt werden.

  • Kein Task-Limit — fester Monatspreis
  • Gehostet in Deutschland (Nürnberg)
  • SSO mit Google und Microsoft inklusive

Weiterlesen