Make.com Alternative: Vergleich für deutsche Teams
Make.com Alternative gesucht? Wo Make stark ist, wann Operations teuer werden und wie eine in Deutschland gehostete Alternative mit Festpreis abschneidet.
Zauberflow Redaktion7 Min. Lesezeit
Wer eine Make.com Alternative sucht, tut das selten wegen fehlender Funktionen — Make gehört zu den mächtigsten Werkzeugen der Kategorie. Die üblichen Gründe sind andere: das Operations-Modell, bei dem jedes ausgeführte Modul zählt, der Betrieb auf AWS und die Frage, wie planbar die Kosten bei wachsender Nutzung bleiben. Zauberflow ist eine in Deutschland gehostete Alternative mit Festpreis ohne Operations-Limit. Dieser Beitrag vergleicht beide nüchtern — einschließlich der Fälle, in denen Make die bessere Wahl bleibt.
Was macht Make gut?
Make (früher Integromat) hat den visuell stärksten Editor der Kategorie: Szenarien werden als Diagramm gebaut, Router und Iteratoren machen auch komplexe Verzweigungen sichtbar, und die Datenwerkzeuge sind ausgereifter als bei den meisten Wettbewerbern. Der Einstiegspreis ist niedrig — der Core-Tarif kostet rund 9 $ pro Monat und enthält 10.000 Operations. Seit der Übernahme durch Celonis gehört Make zu einem großen europäischen Softwareunternehmen. Dazu kommt eine umfangreiche Vorlagen-Bibliothek und eine aktive Community, in der sich für die meisten Standardfälle ein fertiges Szenario als Ausgangspunkt findet.
Wer gern in Diagrammen denkt und Freude an ausgefeilter Datenverarbeitung hat, wird mit Make gut arbeiten. Die Reibung entsteht an zwei anderen Stellen: bei der Zählweise und beim Hosting.
Wann wird das Operations-Modell teuer?
Make rechnet pro Operation ab — und eine Operation ist jede Ausführung eines Moduls, nicht jeder Durchlauf eines Szenarios. Ein Szenario mit sechs Modulen verbraucht pro Lauf sechs Operations; ein Iterator, der eine Liste mit fünfzig Einträgen abarbeitet, entsprechend mehr.
10.000 Operations klingen großzügig. Eine Beispielrechnung — keine Messwerte, sondern eine einfache Modellrechnung zum Selbst-Einsetzen — zeigt, wie schnell das Kontingent schrumpft:
| Szenario | Läufe/Monat | Module je Lauf | Operations/Monat |
|---|---|---|---|
| Abfrage alle 15 Minuten (auch ohne Treffer) | 2.880 | 1–2 | 2.880–5.760 |
| Bestellung → Prüfung → CRM → Rechnung → Ablage | 500 | 5 | 2.500 |
| Wochenbericht mit Iterator über 50 Einträge | 4 | 55 | 220 |
Allein die erste Zeile ist bemerkenswert: Ein Szenario, das alle 15 Minuten nachsieht, ob es etwas zu tun gibt, verbraucht Operations auch dann, wenn nichts passiert. Zusammen liegen die drei Szenarien bereits nahe am Core-Kontingent — und das sind drei Abläufe, nicht dreißig. Warum diese Dynamik kein Zufall, sondern das Geschäftsmodell ist, erklärt unser Beitrag zur Abrechnung pro Task.
Dazu kommt ein leiser Nebeneffekt, den viele Teams erst nach Monaten bemerken: Das Kontingent verändert die Architektur. Wer Operations sparen will, verlängert Abfrage-Intervalle, verzichtet auf Kontrollmodule und fasst Szenarien zusammen, die getrennt übersichtlicher wären. Das ist betriebswirtschaftlich rational — aber es bedeutet, dass nicht mehr die fachliche Anforderung das Szenario formt, sondern der Zähler.
Fair ist auch die Umkehrung: Wenn Ihre Nutzung dauerhaft klein bleibt, ist Make schlicht günstiger. Ein einzelnes Szenario mit wenigen hundert Operations im Monat kostet bei Make weniger als jeder Festpreis. Der Festpreis rechnet sich in dem Moment, in dem die Automatisierung wächst — und das ist bei den meisten Teams eher die Regel als die Ausnahme.
Wie steht es um Hosting und DSGVO?
Make läuft auf AWS, einem US-Hyperscaler. Für die DSGVO-Bewertung zählt nicht nur, in welcher Region Daten liegen, sondern auch, welchem Anbieter die Infrastruktur gehört — und diese Bewertung müssen Sie führen und dokumentieren, wenn personenbezogene Daten durch Ihre Szenarien fließen.
Zauberflow geht hier einen anderen Weg: Das Hosting läuft bei netcup in Nürnberg, nicht auf einer US-Cloud. Betreiber ist die SweetWater Holding UG mit Sitz in Hamburg, ein AV-Vertrag ist verfügbar, und KI-Schritte laufen standardmäßig auf einem EU-Modell (Mistral) — US-Modelle sind optional und gekennzeichnet. Was ein deutscher Standort löst und was nicht, haben wir im Beitrag zur Zapier Alternative aus Deutschland ausführlich eingeordnet; die Argumente gelten für Make genauso.
Make und Zauberflow im Vergleich
| Make | Zauberflow | |
|---|---|---|
| Einstieg (bezahlter Tarif) | Core, ca. 9 $/Monat | Pro, 19 €/Monat (jährlich, netto zzgl. USt.) |
| Abrechnungseinheit | pro Operation — jedes Modul zählt | Festpreis, kein Operations-Limit (Fair Use) |
| Enthaltenes Kontingent | 10.000 Operations/Monat im Core-Tarif | kein Zähler |
| Hosting | AWS (US-Hyperscaler) | netcup, Nürnberg (Deutschland) |
| Eigentümer | Celonis | SweetWater Holding UG, Hamburg |
| Währung | US-Dollar | Euro |
| KI-Schritte | US-Modelle üblich | standardmäßig EU (Mistral), US-Modelle optional |
| SSO (Google/Microsoft) | tarifabhängig | in allen Tarifen enthalten |
| Testphase | kostenloser Einstieg | 14 Tage, ohne Kreditkarte |
Der Vergleich mit dem dritten großen Anbieter — Zapier — folgt in unserer Entscheidungshilfe Zapier vs. Make vs. Zauberflow.
Für wen bleibt Make die richtige Wahl?
Ehrlichkeit gehört zu einem brauchbaren Vergleich: Es gibt Profile, für die Make weiterhin die beste Option ist.
- Sie bauen sehr komplexe Datenverarbeitung. Makes Iteratoren, Aggregatoren und Datenstrukturen sind ausgereift; wer regelmäßig verschachtelte Datenformate umbaut, arbeitet damit schnell.
- Ihre Nutzung ist klein und bleibt es. Unter ein paar tausend Operations im Monat ist der Core-Tarif kaum zu schlagen.
- Sie denken visuell. Der Diagramm-Editor von Make ist Geschmackssache — aber wer ihn liebt, liebt ihn wirklich.
Für wen lohnt sich der Wechsel?
Der Wechsel zu Zauberflow lohnt sich, wenn Ihre Automatisierung wächst oder Datenschutz-Dokumentation eine Rolle spielt:
- Ihre Szenarien laufen häufig, pollen regelmäßig oder verarbeiten Listen — und das Operations-Kontingent bestimmt Ihr Ablaufdesign mit.
- Sie wollen die DSGVO-Bewertung eines US-Hyperscalers vermeiden und brauchen einen AV-Vertrag mit Verarbeitung in Deutschland.
- Sie budgetieren in Euro und wollen eine Rechnung, die nicht vom Wechselkurs und vom Erfolg Ihrer Abläufe abhängt.
- Ihr Team soll sich per Google oder Microsoft anmelden, ohne Enterprise-Aufpreis.
Der schnellste Realitätscheck: Bauen Sie eines Ihrer Make-Szenarien unter app.zauberflow.com nach — 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte, mit über 700 Integrationen. Die Tarife stehen unter /preise/.
Wie läuft der Umstieg von Make ab?
Der Wechsel folgt derselben Logik wie bei jedem Automatisierungswerkzeug: erst Inventur, dann schrittweiser Nachbau, dann Parallelbetrieb — kein Stichtag, kein großer Knall.
- Inventur: Welche Szenarien laufen wirklich, und welche sind Altlasten? Notieren Sie je Szenario Zweck, Frequenz und angebundene Systeme. Deaktivierte und vergessene Szenarien migrieren Sie nicht.
- Nachbau: Beginnen Sie mit einem einfachen, unkritischen Szenario. Router werden zu Verzweigungen, Iteratoren zu Schleifen — die Konzepte übersetzen sich direkt, auch wenn der Editor anders aussieht.
- Parallelbetrieb: Lassen Sie alt und neu einige Tage nebeneinander laufen, den neuen Ablauf zunächst gegen ein Testziel. Erst wenn die Ergebnisse übereinstimmen, schalten Sie um — bei Webhook-Auslösern ist das der Moment, in dem Sie die Adresse im Quellsystem austauschen.
Die ausführliche Anleitung mit allen Stolpersteinen haben wir für den Wechsel von Zapier aufgeschrieben — die Schritte gelten für Make analog: Migration Schritt für Schritt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Operations und Tasks?
Beide bezeichnen die kleinste abgerechnete Einheit, aber die Zählweise unterscheidet sich: Zapier zählt jeden ausgeführten Schritt eines Zaps als Task, Make jede Ausführung eines Moduls als Operation. In beiden Fällen wächst der Verbrauch mit der Länge des Ablaufs, nicht nur mit der Zahl der Läufe. Details im Dreiervergleich.
Ist Make DSGVO-konform nutzbar?
Der Einsatz ist möglich; Make bietet die üblichen Vertragswerke an. Da die Plattform auf AWS läuft, gehört die Bewertung dieser Infrastruktur zu Ihrer Datenschutz-Dokumentation. Bei einem in Deutschland gehosteten Anbieter entfällt dieser Teil für die Plattform selbst weitgehend.
Kann ich meine Make-Szenarien zu Zauberflow importieren?
Nein, ein automatischer Import ist nicht möglich — Szenarien werden als Flows nachgebaut. Auslöser, Verzweigungen und Schleifen funktionieren konzeptionell gleich; der Nachbau eines typischen Szenarios ist eine Sache von Minuten bis Stunden, nicht von Tagen.
Was kostet Zauberflow?
Pro kostet 19 € pro Monat im Jahrestarif, Business 79 € pro Monat, jeweils netto zzgl. USt. Es gibt kein Task- oder Operations-Limit, sondern eine Fair-Use-Regelung. Alle Details unter /preise/.
- Make
- Alternativen
- Kosten
Selbst ausprobieren
Vierzehn Tage testen, ohne Kreditkarte
Richten Sie Ihren ersten Ablauf ein und sehen Sie, was er Ihnen abnimmt. Die Testphase endet von selbst — sie muss nicht gekündigt werden.
- Kein Task-Limit — fester Monatspreis
- Gehostet in Deutschland (Nürnberg)
- SSO mit Google und Microsoft inklusive
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